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Auteur Sujet: Der Blitzkrieg  (Lu 572 fois)

Hors ligne Delphine

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Der Blitzkrieg
« le: 13 mars 2022 à 00:11:34 »
Krieg sollte nicht eine Angelegenheit zwischen Menschen sein.
Er ist nur im Angesicht von Krankheiten denkbar.

Prolog
Der Blitzkrieg

Wer kämpft, kann verlieren,
Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren.

(B. Brecht)

Gestern brach in meinem Körper eine regelrechte Meuterei aus. Meine Truppen, meine wunderbaren Truppen haben rebelliert. Und doch hatte ich solches Vertrauen in sie... Ihr Anführer, denn einen gibt es immer, hat sich im oberen Teil meines Bauches niedergelassen, an einem versteckten, geheimen, geschützten Ort. Irgendwo, unmerklich. Er harrte dort stunden-, wochen-, monatelang aus, verschanzt, unstillbar wartend.
Godot.
Er wartete, bis seine Macht stark genug war, um seine Meuterer weiter nach Norden zu schicken, wo sie Verwüstung anrichteten.
Ach, der Verräter! Er hat uns alle getäuscht, Dich, mich, Euch, meine Kinder, meine Familie, meine Freunde. Wer hätte sich einen solchen Wahnsinn vorstellen können?
Ich habe die Auslandsbrigaden zu Hilfe geholt, um die Metastasen in den Atemwegen zu zerstören. Mein Stabschef, der Mann im weißen Kittel, der für die Innenabteilung zuständig ist, nahm die Situation persönlich in die Hand. Doch wenn ernsthafte Konflikte ausbrechen, ist mit Kollateralschäden zu erwarten, und so ist meine Leibwache unter den Schlägen getroffen. Dadurch bin ich immer schwächer geworden.
Doch es geschieht mit unendlicher Sanftheit, dass die Waffe fein säuberlich hinter meinem Nacken geknüpft wird; sie ist an meinem Körper angeschlossen, als dem ein Android; sie verbraucht sich wie eine brennende Kerze, zwei Tage und zwei Nächte lang. Wenn das Bombardement zu hoch ist, wird ein unaufhörliches Ohrensausen aktiviert. Die Muskeln meines Gesichts spannen sich an, meine Augen werden kleiner; meine Finger kribbeln, meine Arme sind aufgeladen wie eine elektrische Batterie, ein Ekelgefühl dringt in meinen Gaumen, während meine Stimme heiser und brüchig wird. Zur Hölle mit den Molotow-Cocktails, deren Feuer Tag und Nacht in meine Adern gegossen wird, ich kann sie nicht mehr ertragen!
Ich fordere erneut meinen Stabschef an, den Mann mit der weißen Rüstung und dem goldenen Haar, diesen Unbekannten mit den klaren Blicken, dem ich mein Vertrauen geschenkt habe, diesem Mann, der eine Spur zerbrechlich ist und dem ich mich überlasse:

Prenez ma main, mon ami,
Et même pour un instant, il suffit.
Ô, dites-moi des mots tendres,
Des paroles que je voudrais entendre…


Aber ich höre nur das ticktack meines Lebens, daß mich daran erinnert, dass die Zeit vergeht, und dass mir so wenig bleibt, zu lieben, geschweige denn geliebt zu werden. Die Metamorphose meines Körpers im Spiegel ist ein Zeichen: Die Meuterer haben einen verdammten guten Vorstoß gemacht.
Aber wir sind im Krieg, verdammt noch mal, keine Gefühlsduselei! Der ultimative Angriff kann jederzeit hereinbrechen. Zu den Waffen meine Freunde, lasst uns mutig sein und gemeinsam gegen das Böse kämpfen!

Delphine, le 13 octobre 2020

Ungezogener Ritter! Schlecht geziemt es sich, diejenigen zu bekämpfen, die sich nicht verteidigen können;
besteigt schnell Euer Roß und ergreift Eure Lanze […] damit ich Euch zeige, daß es schändlich sei, also zu verfahren.
CERVANTÈS
« Modifié: 10 avril 2022 à 19:45:48 par Delphine »

 


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